Gestern war: Bands werden in verrauchten Clubs entdeckt, gefördert, schaffen den Durchbruch (oder auch nicht) und sind dann meist wieder weg vom Aufmerksamkeitsfenster.
Im schönen neuen Web 2.0 kam dann mySpace. Hier müssen die Bands nicht mehr in einen verrauchten Club (gibt es bald ja wohl ohnehin nicht mehr). Sie müssen nur ein paar eingängige Songs online stellen, das ganze mit einem netten verwackelten Video würzen und dann 'Freunde' ansammeln.
Das sieht dann der A&R der Plattenfirma (auch der muss nicht mehr raus) und schickt dann direkt einen Vertrag rüber. Klar, wenn wenigstens ein paar Prozent der 'Freunde' kaufen ist das schon mehr als man mit mancher Fernseh-Casting-Band erreichen kann. Und ungleich günstiger.
Das ist nun gewiss nicht schlecht, aber auch noch nicht das Gelbe vom Ei. Der Besuch von SellaBand hat mir die Augen geöffnet.
Das Konzept ist so einfach wie bestechend. Anmelden können sich Musikliebhaber und Bands ohne Vertrag. Die Musikliebhaber zahlen wenigstens $10 auf ihr virtuelles Konto.
Dann stöbert man in den verschiedenen Bandprofilen, hört sich Songs an und wirft einen Blick auf Photos und Videos. Sagt einem eine Band oder ein Künstler zu, investiert man einen beliebigen Betrag (wenigstens die $10). Sammelt eine Band $50.000 ein, geht sie ins Studio und wird aufgenommen
Die 'Investoren' bekommen dann eine exklusive CD und werden an den weiteren Einnahmen beteiligt.
Die ersten Bands haben diesen Schritt geschafft - und ich habe einen neuen Ohrwurm.
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